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Lamin

Lamin ist in einem kleinen Dorf namens Tankunda in Gambia geboren und aufgewachsen. Einem Ort mit wenigen Perspektiven – Schulen gibt es dort weit und breit keine. Von klein auf arbeiteten er und seine drei Geschwister auf dem kleinen Bauernhof der Eltern. Bis es für Lamin Zeit wurde, sein Glück woanders zu versuchen. Mit 15 Jahren ging er nach Banjul, der Hauptstadt Gambias.

Dort machte er den Führerschein, um sich als Taxifahrer durchzuschlagen. Lange ging das jedoch nicht gut. Als junger Erwachsener flüchtete Lamin vor politischer Verfolgung. Ganz alleine schaffte er es von Gambia über Mali nach Libyen und von dort weiter nach Europa.

Wie so viele stieg auch Lamin in eines der unsicheren, überfüllten Boote nach Lampedusa. Von dort ging es via Rom weiter nach Österreich.

Hallo Traiskirchen

2008 stellte er dort seinen ersten Asylantrag. Leider ohne Erfolg der Antrag wurde noch im selben Jahr in erster Instanz negativ entschieden. Lamin legte zwar umgehend Berufung gegen diese Entscheidung ein, trotzdem wurde er noch während des Verfahrens aus dem Grundversorgungsquartier im Burgenland entlassen.

Allein, obdachlos und ohne jegliche Form der Unterstützung kam er schließlich Anfang 2009 zum ersten Mal zu Frau Bock. Diese versorgte Lamin gleich mit sauberer Kleidung, Essen und einer Meldeadresse. Ein Platz zum Wohnen ergab sich dann im April 2009. Lamin konnte in eine kleine Wohnung einziehen, die er sich mit vier anderen Männern teilt. Endlich einmal aufatmen. Und wieder warten, warten, warten.

Zwei Jahre vergingen, bis die Berufung abgelehnt wurde. Gleichzeitig wurde eine Ausreiseentscheidung verhängt. Das bedeutet, dass Lamin jeden Tag abgeschoben werden könnte. Bis April 2015 lebte er mit dieser Angst und Ungewissheit.

Voller Hoffnung für die Zukunft 

Anfang letzten Jahres stellte er erneut einen Antrag auf Asyl, um nochmals auf die lebensbedrohliche Situation in seinem Heimatland aufmerksam zu machen. Eine Entscheidung dazu gibt es bisher noch nicht. Es wurde ihm aber wieder der Asylwerber-Status zuerkannt, welcher zwar einen rechtmäßigen Aufenthalt legitimiert, aber ihm den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt verwehrt. Die Arbeit in der Werkstatt hilft Lamin abzuschalten und zumindest für ein paar Stunden am Tag nicht an die ungewisse Zukunft zu denken.

Wir alle hoffen natürlich auf einen positiven Asylbescheid. Mit seinem Engagement bei bockwerk tut Lamin schon sein Bestes um sich selbst auch auf eine berufliche Zukunft in Österreich vorzubereiten.